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Die Scheunenviertel-Tour

Rubrik:Regionales Radwandern, Mehrtagestour
Start:Scheunenviertel in Steinhude
Ziel:Scheunenviertel in Wellie
Länge:251,90 km
Kontakt:Mittelweser-Touristik GmbH

Lange Straße 18
31582 Nienburg

Tel.:(05021) 917 63-0
Fax: (05021) 917 63-40

mailto: info@mittelweser-tourismus.de
Internet: www.mittelweser-tourismus.de

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Informationen zur Tour

Scheunenviertel sind besondere Kleinode ländlicher Baukultur. Aus Angst vor vernichtenden Feuern wurden die meisten der Gebäude im Zeitraum zwischen 1700 und 1800 außerhalb von Dörfern errichtet und boten viel Platz für Lagergut und Unterstellmöglichkeiten. Ihre Nutzung hat sich gewandelt, ihre Eigenart und Schönheit nicht.
Heute bieten die Scheunenviertel Raum für traditionelle und aktuelle (Klein-)Kunst, Literatur, Feste und Feiern sowie Bildungsangebote. Ihre histrorische Bedeutung wird in Ausstellungen und Führungen präsentiert.

Scheunenviertel Liebenau

Scheunenviertel Liebenau

Ausgangspunkt für die Tour ist das Scheunenviertel in Steinhude, natürlich kann aber auch an jeder anderen Stelle der Tour eingestiegen werden. Das Steinhuder Scheunenviertel wurde im Zuge der Expo 2000 neu belebt und beherbergt heute neben dem Steinhuder Spielzeugmusem, einer Kunstscheune und einer Schmetterlingsfarm auch das Informationszentrum Naturpark Steinhuder Meer. Café, Bistro und Weinlokal laden ebenfalls zum Verweilen ein. Von Steinhude aus führt die Tour weiter nach Osten, immer entlang des Meerwegs. Über Münchehagen, wo sich ein Besuch des Dino-Parks lohnt und Rehburg-Loccum mit seiner historischen Kuranlage geht es zum Scheunenviertel Schlüsselburg. Die 26 Scheunen des Viertels dienen noch heute zumeist als Lagerfläche für landwirtschaftliche und gewerbliche Betriebe. Im Scheunenviertel finden Feiern und Märkte statt. Ein gut ausgebauter Rastplatz sowie ein Grillplatz laden zu einer längeren Rast ein. Von Schlüsselburg geht es auf dem Weser-Radweg über Stolzenau weiter nach Estorf. Der Weg quert auf Höhe des Ortes Landesbergen die Weser und wir auf dieser Seite der Weser zur Alternativroute des Weser-Radwegs. Wer möchte, kann ab hier die Tour auch in entgegengesetzter Richtung fahren, in dem man einfach der Hauptstrecke des Weser-Radwegs weiter Richtung Norden folgt. Von den ehemals 40 Scheunen des Scheunenviertels in Estorf sind heute noch 9 erhalten bwz. neu aufgebaut. Sie repräsentieren sowohl verschiedene Nutzungen als auch Bauformen. Der Heimatverein Scheunenviertel Estorf e.V. führt hier Lesungen, Feste, Feiern und Märkte durch, die das Scheunenviertel weithin bekannt gemacht haben. Auch übernachtet werden kann im Scheunenviertel, in einer Radlerscheune für bis zu 20 Personen. Von Estorf aus geht es auf der Alternativroute des Weser-Radwegs weiter in die Kreisstadt Nienburg, wo ein Besuch der Altstadt mit seinen malerischen Fachwerkbauten lohnt. Richtung Westen führt der Weg auf dem Wasser-Land-Weg weiter bis Steimbke. Vor der Ortschaft Stöckse lohnt ein Halt am Giebichenstein, einem der größten Findlinge Niedersachsens. Von Steimbke geht es durch ländliche Landschaft bis zum Scheunenviertel Grindau. Hier sind von den ehemals 18 Scheunen noch vier erhalten, die weiterhin als Lager/Remise genutzt werden. Auf der westlichen Straßenseite befindet sich eine Rastmöglichkeit für Radfahrer. Entlang des Leine-Heide-Radwegs geht es von Grindau weiter über Schwarmstedt zum Scheunenviertel Ahlden. Erstmals 1632 urkundlich erwähnt, stehen die Scheunen heute nach einem Brand im Jahre 1847 in vier langen Reihen. Neben einigen Handwerksbetrieben, die hier Quartier haben, werden die Scheunen durch den Eigentümer auch zumehmend als Wohnraum genutzt. Am Aller-Radweg gelegen, bietet sich ein Besuch auch des Schlosses Ahlden oder des Teehauses der Villa Klee im Berggarten aus dem Jahre 1844 an. Auf dem Aller-Radweg führt die Tour über Rethem nach Hülsen. Das dortige Schafstallviertel wird heute als Lagerfläche und vom Kulturförderkreis als Ausstellungsraum genutzt. Vier von den neuen noch erhaltenen Ställen sind im Rahmen der Dorferneuerung sorgsam restauriert worden. Ergänzt durch ein Backhaus, bietet das Gelände mit seinen rustikalen Sitzgruppen und dem Brunnen die richtige Atmosphäre für die vielfältigen kulturellen Veranstaltungen und die Feste der Dorfgemeinschaft. Nach Voranmeldung sind auch Führungen durch das Schafstallviertel möglich. Über die Orte Hoya und Bruchhausen-Vilsen in der Mittelweser-Region geht die Tour weiter zum Scheunenviertel Neubruchhausen. Besuchen Sie unterwegs den geographischen Mittelpunkt Niedersachsens in der nördlichen Feldmark von Hoyerhagen und machen Sie eine Tour mit der Museumseisenbahn in Bruchhausen-Vilsen. Im Scheunenviertel Neubruchhausen stehen acht der 12 noch erhaltenen Scheunen denkmalrechtlich unter Ensembleschutz. Das älteste Gebäude stammt aus dem Jahr 1696. Bis auf eine Scheune befinden sich alle in Privatbesitz und werden als Lager oder Stall genutzt. Ab Neubruchhausen folgen Sie dem regionalen Radweg "Wasser, Wind und Steine" (WWS) nach Bassum. Von dort folgen Sie ein Stück der Ostradroute des Brückenradwegs und fahren dann quer durch die Landschaft nach Harpstedt. Dort erwartet Sie das Scheunen-und Schafstallviertel Harpstedt. Von den ursprünglich 17 Scheunen sind heute noch 9 erhalten. Sie werden Koeben, in der Mehrzahl Koems, genannt. In den Scheunen befinden sich Ausstellungen zum Thema Handwerk, die auch über die frühere land- und hauswirtschaftliche Arbeit und die Ortsgeschichte informieren. Das Viertel lädt zum Rasten und Verweilen ein. Von Harpstedt aus führt die Route auf dem selben Weg zurück nach Bassum, von wo aus Sie wieder dem regionalen Radweg WWS bis Sudwalde folgen. Von dort fahren Sie über Siedenburg, Borstel und Penningsehl nach Liebenau. Hier gibt es zwei historische Scheunenviertel, wo von das Scheunenviertel "Vor dem Wellier Tor" inzwischen zu Wohnzwecken genutzt wird. Im Scheunenviertel "Vor dem Penningsehler Tor" sind bislang acht Gebäude für private bzw. gewerbliche Zwecke umgenutzt worden. Zwei Scheunen sind vom Scheunenverein Liebenau vor wenigen Jahren vollständig saniert worden und bieten nun Raum für überregional bekannte Kultur-, Musik- und Fortbildungsveranstaltungen. Nur wenige Kilometer von Liebenau entfernt liegt der kleine Ort Wellie. Das dortige Scheunenviertel präsentier sich heute noch in seiner ursprünglichen Form. Der ehemalige Charakter ist wie in keinem Scheunenviertel erhalten. Die landschaftliche Einbettung der neun Scheunen in einen Wald mit verwunschenen Pfaden, lässt die historische Entwicklung eines Scheunenviertels deutlich werden. Die Scheunen werden bis heute als Lager genutzt, eine verbesserte Erschließung und ein Abenteuerspielplatz sind aber in Planung. Mit dem Scheunenviertel in Wellie endet die Scheunenviertel-Tour. Wer mag, kann nun noch auf Weser- und Meerradweg bis zum Ausgangspunkt nach Steinhude zurückradeln, oder aber man fährt noch zurück bis Nienburg und macht sich dort mit dem Zug auf die Heimreise.

Petershagen_Schlüsselburg Scheunenviertel

Petershagen_Schlüsselburg Scheunenviertel

Radlerscheune Estorf

Radlerscheune Estorf

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Urheber: © Raphaela Leson, Mittelweser-Touristik GmbH, 11.10.2011

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