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Zum Schloß Holdenstedt

Rubrik:Fahrrad-Touren
Streckenverlauf:Uelzen, Bohlsen, Veerßen
Länge:27.00
Kontakt:Tourismuskreis Uelzen e.V.

Postfach 1136
29501 Uelzen

Tel. 0581/73040
Fax. 0581/72384

tourismuskreis-uelzen@t-online.de
www.uelzen.de/tourismus

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Informationen zur Tour

Rundtour vorbei am eindrucksvollen Baumbestand im Schloßpark Holdenstedt

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Wir starten unsere Tour in Uelzen (12/E+F9). Neben dem "Goldenen Schiff" ist die Eule ("Uhl") Wahrzeichen der Stadt Uelzen. Einer Begebenheit nach, die sich im Mittelalter zugetragen haben soll, wurde ein Uelzener Kaufmann von einem Bauernjungen listig an der Nase herumgeführt. Der Kaufmann kaufte nichtsahnend statt eines fetten Bratens drei junge Eulen, die zum Verzehr nicht geeignet waren. Seit dieser Zeit wird Uelzen "Uhlenköperstadt" genannt. Wohl in keiner anderen deutschen Stadt wird man auf so viele "Eulen-Produkte" treffen wie in Uelzen. Die Gertrudenkapelle von 1511-13 ist ein einschiffiger Backsteinbau unter steil geneigtem Satteldach. Sie ist ein Stiftung des Bürgers Hans Hosteke. Altarbild und Fenster von Renate Strasser stammen aus den 50er Jahren. Die Kapelle diente in früheren Zeiten auch als Übernachtungskapelle für reisende Kaufleute vor dem Gudestor. Die Heiligen-Geist-Kapelle wurde 1322 geweiht. Sehenswert sind Chor und Marienaltar. Die Glasmalereien befanden sich ehemals in der St.-Viti-Kapelle. Die St.-Viti-Kapelle wurde 1406-12 erbaut, ihr Stifter war Probst Rupertus von Nortlo. Die Kapelle war einst Leprastation vor dem Lüneburger Tor. Wir fahren nun Richtung Barnsen (12/E7). Bei Barnsen befindet sich ein Flugplatz für Segel- und Motorflugzeuge. An manchen Wochenenden ist hier die Möglichkeit zu Rundflügen gegeben. Westlich von Barnsen erstreckt sich eine kleine Heidefläche - Überbleibsel der großen Heidegebiete der vergangenen Jahrhunderte. Weiter geht die Fahrt bis nach Bohlsen (12/F7), das zu den "Golddörfern" gehört - es gewann 1993 den Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". In diesem Wettbewerb werden die behutsame und maßvolle Instandsetzung alter Bausubstanzen, eingebunden in die regionaltypische Natur, besonders bewertet. Bohlsen kann auf eine mehr als 700-jährige Geschichte zurückblicken. Das älteste Bauernhaus im Ort ist ca. 250 Jahre alt. Daneben findet man die für die Heide typischen Treppenspeicher und Feldsteinmauern, die die alten, eichenbestandenen Bauernhöfe umgrenzen. Dann geht es weiter nach Klein Süstedt (12/F8). Die Hofmühle Kl. Süstedt wurde im Jahre 1970 erbaut. Ihre Motormühle erzeugt Strom aus Windkraft. Heute ist die Mühle mit ihrer Steinmüllerei Teil eines Demeterhofes mit Hofladen. Wir setzen die Fahrt fort und erreichen das Schloss Holdenstedt (12/G8). Schloss Holdenstedt wurde im 18. Jahrhundert (1700 -08) auf den Überresten eines Renaissance-Wasserschlosses errichtet. Seit 1985 beherbergt das Schloss das Heimatmuseum Uelzen. Ausstellungsschwerpunkte sind u. a. eine Sammlung der bürgerlichen Wohnkultur: Möbel, Silber, Zinn und alle Objekte der Kleinkunst, die in die jeweilige Epoche von der Renaissance im 16. Jahrhundert bis zum Jugendstil um die Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert) gehören. Ferner befindet sich dort die bedeutende Gläsersammlung Röver, die diese Jahrhunderte mit zahlreichen Gläsern aller Formen - vom Prunkpokal bis hin zum mundgeblasenen Einmachglas - repräsentiert. Besuchenswert ist die ur- und stadtgeschichtliche Abteilung des Museums in der benachbarten ehemaligen Mühle. Eindrucksvoll sind der alte Baumbestand im Schlosspark und die noch natürlich mäandrierende Hardau in direkter Nähe des Schlosses. Der Chor der nahen Nicolai-Kirche stammt aus dem 14./15 Jahrhundert, das Kirchenschiff und der massige Westturm wurden im Jahre 1690 erbaut. Bemerkenswert sind Altar und Tauffünte (Taufstein oder Taufbecken) des Gotteshauses. In der ehemaligen Patronatskirche befindet sich die Grablege der Familie von der Wense. Bevor wir zurück nach Uelzen fahren, wo die Tour endet, kommen wir nach Veerßen (12/F8). Hier fanden Archäologen Reste einer Burganlage, der sogenannten "Ottenburg". Die im Gelände gut zu erkennenden Burgreste gehörten zum ersten festen Haus der Familie von Estorff in Veerßen. Als die Familie das Arenal im 12. Jahrhundert kaufte, ist in den Quellen bereits eine bestehende Burganlage erwähnt. Die Anlage wird den Niederungsburgen zugeordnet, ist oval angelegt und verfügte ehemals über Hauptburg, Vorburg, Zufahrtsweg und Burggraben. Die Burg wurde nachweislich im Jahre 1485 zerstört und danach nicht wiederaufgebaut. Der nördlich gelegene große Gutshof trat wahrscheinlich die Nachfolge als Sitz derer von Estorff an.

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Urheber: © Tourismuskreis Uelzen e.V.

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