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Grenz- und Naturerlebnispfad Schnackenburg – Gartow

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Grenzlandmuseum Schnackenburg, Am Markt, 29493 Schnackenburg
Ziel:29471 Gartow, Parkplatz im Ortszentrum, in der Nähe der Tourist-Info
Länge:14,32 km

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Informationen zur Tour

Tour mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf den Spuren von Grenznatur und Grenzgeschichte entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue.
Der Weg führt durch die weite Niederung von Elbe, Aland und Seege und verheißt das Erlebnis einer von artenreichem Grünland geprägten Auenlandschaft. Auf Zeitgeschichte trifft man hier auf dem Kolonnenweg der einstigen Grenztruppen, im Grenzlandmuseum Schnackenburg und immer wieder entlang des Weges – in Form von Überresten ehemaliger DDR-Grenzanlagen.

Zeitgeschichtliches Anschauungsmaterial gibt es am Wegesrand reichlich (Foto: M. Spiegel).

Zeitgeschichtliches Anschauungsmaterial gibt es am Wegesrand reichlich (Foto: M. Spiegel).

Die Früchte jahrzehntelanger Grenz-Abgeschiedenheit im heutigen Dreiländereck von Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt können sich sehen lassen: Die Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten ist hier links und rechts des Grenz- und Naturerlebnispfades Schnackenburg – Gartow gar nicht alltäglich.

Einer dieser Hotspots der Artenvielfalt in Niedersachsen ist die Alandniederung südöstlich von Schnackenburg, die man auf der Tour streift: Niedersachsenweit zählt sie zu den für den Naturschutz besonders wertvollen Bereichen. Sehr artenreiches und blütenreiches Stromtalgrünland mit Tümpeln, außerdem Auwälder und Röhrichte passiert man hier zum Beispiel bei Gummern.

Im südlichen Teil des Aland-Werdes rufen die Rotbauchunken zwischen April und Juni ihr melancholisches „uuuuh…, uuuuh“, und auch Laubfrosch, Moorfrosch und Seefrosch geben Stimmkonzerte. Auch Schilf- und Drosselrohrsänger nutzen das Feuchtgebiet gerne als Brutgebiet. Am naturnahen Unterlauf des Aland sind zudem der Biber und der Fischotter zu Hause.

In Sachen Grenzgeschichte ist die Wüstung Stresow sehenswert. Das einst direkt an der Grenze gelegene Dorf auf DDR-Boden musste der innerdeutschen Grenze weichen – die Bewohner wurden Anfang der 50er Jahre zwangsausgesiedelt und das Dorf schließlich 1974 dem Erdboden gleichgemacht. Heute erinnert die Gedenk- und Begegnungsstätte Stresow, als Teil des Grenzlandmuseums Schnackenburg, mit einem Gedenkstein und Nachbauten der Grenzbefestigungsanlagen an das Dorf und seine Geschichte.

Weiter in Richtung Gartow führt die Route ein Stück auf dem ehemaligen Kolonnenweg Richtung Bömenzien, und vorbei am einstigen Grenzübergang Kapern-Bömenzien sowie einem ehemaligen Grenzturm zwischen Bömenzien und Nienwalde.

Bevor Gartow erreicht ist, gibt es in Nienwalde die Möglichkeit, vom Grenz- und Naturerlebnispfad abzuzweigen für einen Schlenker durch die Niederung der Oberen Seege. Die naturnahe Flussniederung ist allerdings auch alleine einen Besuch wert wert.

Wer den Grenz- und Naturerlebnispfad in eine Rundtour einbauen möchte, kann sich an der Strecke der Tour „Insel in der Flussaue“ orientieren – man findet sie im Flyer „Natur und Landschaft hautnah erleben“ des Biosphärenreservates Niedersächsische Elbtalaue.

Diese Tour liegt im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue.

Über einen kleinen Abstecher von der Route zu erreichen: Die Obere Seegeniederung (Foto: T. Keienburg).

Über einen kleinen Abstecher von der Route zu erreichen: Die Obere Seegeniederung (Foto: T. Keienburg).

Auf dem Kolonnenweg in Richtung Stresow (Foto: M. Spiegel).

Auf dem Kolonnenweg in Richtung Stresow (Foto: M. Spiegel).

Weitere Informationen als PDF herunterladen Flyer Tourenbeschreibung

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